Singapur & Bali 2024

Endlich wieder eine Reise in die Ferne und in die Exotik Südostasiens. Die freundlichen Menschen, tolle & fremde Gerüche und Speisen, üppige Landschaften, das habe ich vermißt. Corona hatte es uns ein paar Jahre vermiest, aber damit ist jetzt Schluß. 

1995 waren wir schon mal auf Bali, also vor einer kleinen Ewigkeit. Die „Insel der Götter“ wird sich sicher stark verändert haben, aber wenn es dort nur halb so schön ist, wie damals, ist es immer noch ein Traum. Schwerpunkt sind dieses Mal Ubud im Zentrum und der Norden der Insel. Die Touristenzentren im Süden rund um Denpasar wollen wir weitgehend vermeiden. Dort muß es teilweise recht schlimm geworden sein. 

Singapur kennen wir noch gar nicht (außer den Flughafen von Zwischenlandungen). Aber wir haben schon immer davon geträumt, mal ein paar Tage dort zu verbringen. Die Architektur muß überragend sein, aber auch die streetfood Restaurants.

Reiseroute:

Bilder & Berichte:

Samstag 7.9.24:

Was für eine Sauerei! Eine Chili Crab zu essen ist echt eine Herausforderung, die sich allerdings lohnt. Aber der Reihe nach. Morgens sind wir zum Flughafen gefahren, raus aus Indonesien ging weitaus einfacher / schneller, als rein. In Singapur brauchten wir dann ca 30 Sekunden für die Passkontrolle, dann mußten wir kurz Pipi und die Koffer waren beide schon da. Die sind hier echt gut organisiert. Abends haben wir dann bei „Holy Crab“ die hier sehr beliebte Chili Crab gegessen. Eine für 2 Personen ist absolut ok, aber sie zu essen – und das unfallfrei – ist schwierig. Aber höllisch lecker. Scharf war sie auch, aber für uns eher zu mild. Danach wollen wir nur noch ins Bett … genug gesehen und erlebt….

Das war es dann für dieses Mal, morgen Mittag gehts wieder in die Heimat. Bis zur nächsten Reise, aber vorher Zeit für ein kurzes…

 

Fazit:

 
Bali ist immer noch eine Reise wert. Allerdings muß man echt aufpassen, wo man bucht. Es gibt schreckliche Orte und traumhaft schöne (s.u.)
 
Cocktails:
Asien und Cocktails, das passt nicht zusammen. Einmal hatten wir uns einen Singapore Sling bestellt, der Barkeeper hat dann erst mal auf Youtube nachgesehen, wie der geht.  Allerdings war das noch einer der besseren. 
Den Besten Singapore Sling hatten wir bei Singapore Airlines 🙂
 
Instagramer:
Die Welt wird immer bekloppter. Wir sehen Scharen von (vor allem) jungen Frauen, die sich selbst in verrücktesten Posen filmend durch die Gegend laufen. 
 
Küche:
Wir sind Fans der asiatischen Küche, gerne auch scharf und sehr scharf. Hier kann man demnach toll und auch günstig essen. 
 
Menschen:
Da ist Bali speziell. Es wird viel gegrüsst und gelacht, auf dem Land natürlich mehr als in den hotspots. Die Menschen sind in der Regel superfreundlich. Mit Englisch kommt man überall gut durch. 
 
Selber Auto fahren:
Wenn ihr mal nach Bali fahrt: Lasst es sein, das ist hier irre gefährlich, wenn man die Art des Fahrens nicht gewohnt ist. Nehmt einen Fahrer / Guide, zB https://www.gustibalitours.com/
 
Norden Süden usw:
Alles um Denpasar (Süden) herum ist Party, stellenweise schrecklich.
Den Norden fanden wir supertoll, den Westen (Pekutatan) ebenso. Und auch die Gegend um Munduk herum war wenig touristisch und sehr schön.
 
Ubud:
Das ist ja einer der hotspots, aber leider irre voll. Ich empfehle es trotzdem, weil es auch schöne Seiten hat. 
 
Singapore:
Sensationell! Wer Architektur und bombastisches mag, ist hier gut aufgehoben. Eher am Anfang der Reise, da es doch recht anstrengend ist. 
 
Wie lange wo?
– Seminyak: Wenn es geht gar nicht, oder für 1 Nacht, wenn man nach der Anreise nicht allzu weit fahren möchte
– Ubud: 3 Nächte, max. 4 Nächte sind OK, mehr eher nicht. 1 Tag Ubud ansehen ist gut, dann 1 oder 2 Tage für Touren rund um Ubud
– Tekajula: Lieber 3 als 2 Nächte (in unserem Hotel), relaxen und genießen
– Munduk: Lieber 3 als 2 Nächte (in unserem Hotel), relaxen, wandern und genießen
– Pekutatan: Lieber 3 als 2 Nächte (in unserem Hotel), relaxen, Strandspaziergänge und genießen
– Kuta: Besser als Seminyak und noch näher am Flughafen, aber max 1 Nacht … wenns sein muß
– Singapur: 4 – 5 Nächte, hier gibt es echt viel zu sehen
 
Grab app:
Eine tolle App, um sich ein Taxi zu bestellen. Das klappt immer reibungslos, allerdings nicht auf dem Land. 
 
Holafly:
Meine eSIM Karte für unlimitiertes Datenvolumen. Für die komplette Zeit im Asien habe ich 56 Euro gezahlt. Fast überall hatten wir LTE. Perfekt
 
Hotels:
Falls ihr mal her wollt, geben wir Euch gerne unsere Hotelliste
 
Transferzeiten auf Bali:
Für Costa Rica hatte ich mal geschrieben: Großzügig schätzen und dann einfach verdoppeln. Hier ist das ähnlich, aber bitte verdreifachen. 
 
Ausflüge:
Fahrer mit Guide. Wir hatten uns ja für Ausflüge einen Fahrer / Guide engagiert. Das ist gar nicht so teuer, sie bringen einen an die besten Plätze und man erfährt einfach mehr über Land und Leute. Für einen Fahrer mit Wagen plus einen separaten englischsprachigen Guide zahlt man für 1 Tag ca. 75 Euro
 
Mitnehmen: 
Mückennetz, ohne fahre ich nie in so Länder, nicht nur wegen der Mücken
Eine gute (!) Taschenlampe muss man dabei haben

Freitag 6.9.24:

Nach dem Frühstück geht es leider los. Samstag gegen Mittag geht unser Flug von Denpasar nach Singapur. Daher machen wir in Flughafennähe, am Kuta Beach, noch eine Zwischenübernachtung. Das sind zwar nur 65 km, aber wir brauchen dafür 3 Stunden und 10 Minuten. Der Verkehr ist schrecklich, die Straße auch… Kuta ist einer der Haupt-Touristenorte auf Bali. Da will man wirklich nicht hin. Wie auf Malle in den Hauptorten der Deutschen oder Engländer. Hier sind es allerdings Australier, von Perth sind es nur ca 3 Flugstunden. Es leben die Vorurteile, aber die sehen genauso aus, dick, tätowiert, anständiger Sonnenbrand und immer ein Bier in der Hand („coldest beer in town“). Aber besser als Seminjak, unserem ersten Ort auf Bali … nicht ganz so dreckig. Aber immerhin erleben wir einen sehr schönen Sonnenuntergang.

Donnerstag 5.9.24:

Ein schöner sonniger Tag wartet auf uns und Silvia genießt erst mal eine Stunde Yoga vor dem Frühstück. Ich bestelle mir ein Brot mit Kokoseis und karamelisiertem Zucker (s.Foto). Ganz leicht 😂😂. Und ein Brot u.a. mit Pesto. Beides ist sehr lecker. Als Drink gibt es einen Dragonfruitsaft, die Farbe ist irre. Wir sind allerdings noch satt von gestern, es gab Ikan Bakar = Gegrillter Fisch mit Sauce und Reis. Silvia hatte einen toll gewürzten Fisch im Bananenblatt gegart. Vorher hatten wir uns Gado Gado geteilt = Gemüse mit Erdnusssauce. Köstlich. 
Dann mache wir einen Strandspaziergang, allerdings nur einen kurzen, die Flut kommt und stellenweise ist der Strand überflutet. Dann legen wir uns halt unter unseren Strandsonnenschirm und genießen die Wellen (Video wie üblich bitte im Whatsapp Status ansehen). 
Wie immer um 16 Uhr gibt es High Tea mit Häppchen. Und heute klappt es wetterbedingt auch mit dem Feuer am Strand. Das geht natürlich nicht ohne Cocktail 🍸. Es ist eine wunderbare Atmosphäre und wir haben nette Gespräche mit den Hotelangestellten. Sie sprechen sehr gutes Englisch, gelernt über youtube u.s.w. Wie wir erfahren, bauen sie demnächst hier eine Schnellstraße, dann ist es mit der Idylle bald vorbei, schade. Ein Abendessen sparen wir uns heute. Das würde sonst zu viel. Wir platzen schon aus allen Nähten.

Mittwoch 4.9.24:

Die Sonne scheint wieder, wir haben Glück.

Vor dem Frühstück machen wir einen langen Strandspaziergang, unterwegs sehen wir ein paar Angler, ein paar Kühe und einige wilde Hunde. Die mögen wir eigentlich gar nicht, aber wenn man sie ignoriert, kommen Sie nicht zu einem.
Das Frühstück ist dann sehr gut. Das vegane Abendessen gestern war auch ausgezeichnet. Wir haben uns sehr nett mit einem jungen Paar aus Shanghai unterhalten.
Dann verbringen wir den Tag am Strand, am Pool usw. Nachmittags zieht sich der Himmel wieder zu, aber das stört uns nicht.
Dann machen wir wieder einen Spaziergang und kommen zufällig mitten in eine Zeremonie, wir vermuten eine Trauerfeier.
Das letzte Foto zeigt das Eingangsportal unseres Hotel, vollkommen schrägt und es passt so gar nicht zum Rest des Hotels. Es könnte auch in Las Vegas sein. Sieht aber klasse aus. Wenn man durch die Tür geht, sind es aber noch 100 oder 200 Meter durch dichtes Grün bis zu den ersten Gebäuden. Abends wird uns der Shuttleservice des Hotels in ein ca. 20 min entfernt gelegenes Restaurant fahren. Wir möchten Fisch essen….
Eines der 4 "Baumhäuser". Unseres ist noch ein paar Meter höher, liess sich aber nicht so gut photographieren

Dienstag 3.9.24:

Vom Frühstück aus schauen wir den Bauern auf dem angrenzenden Feld bei der Reisernte zu. Für uns idyllisch, für sie harte Arbeit. Dann gehts weiter, vom Norden einmal durch die Insel in den Süden. 43 km rauf, runter, rechts, links über kleine und kleinste Straßen. Schlaglöcher ohne Ende. Rechts und links der Straße üppigstes Grün, sehr schön. Unterwegs treffen wir auf 3 „Zeremonien“, dies sind Prozessionen der Einheimischen, um den lokalen Göttern zu opfern. Alle sind weiß und gelb gekleidet, dies sind die Farben der Reinheit und der Ewigkeit. Für die paar km brauchen wir 2 Stunden. Bei der Ankunft regnet es leider etwas, dann etwas mehr. Das Hotel ist der Hammer, es gibt 4 „Baumhäuser“ mit je 2 Zimmern. Mitten im „Dschungel“ und direkt am Strand. Vom Strand sieht man sie nicht, umgekehrt schon. Unser Bungalow ist der höchstgelegene, ich schätze mal ca 15 m hoch. Aus dem Fenster sieht man im Hintergrund das Meer. Um uns herum unzählige Palmen, Bananen und üppiges Grün. Der Sand ist tiefschwarz und feinkörnig, die Wellen peitschen laut dahin. Am späten Nachmittag läßt der Regen dann nach und wir gehen kurz an den Strand. Nicht 1 Mensch weit und breit. Nur Palmen, Wasser und Strand. Zum Glück haben wir das heute noch gesehen, sonst wären wir wegen des Wetters und der sehr trüben Atmosphäre enttäuscht gewesen. Gegessen wird heute im Hotel, es gibt hier einen langen Tisch, an dem alle zusammen sitzen, mal sehen wie das wird. Die Küche ist vegan, soll aber gut sein. Nach dem kompletten Huhn, das wir gestern verspeist haben, kann das nicht schaden 🙂

Montag 2.9.24

Schön kühl war es heute Nacht, wir sind auf knapp 500 Meter in den Hügeln. Die Sonne lacht und nach dem Frühstück machen wir einen langen Spaziergang. Erst durch Reisfelder und dann über kleine Straßen besuchen wir 2 kleine Orte. Die vielen Geschäfte rechts und links der Straße sind alle sehr einfach, Tourismus gibt es gar nicht. Die Meisten lächeln umd grüßen nett. Auf der Straße werden Nelken getrocknet, ein toller Duft. Wir kaufen in diversen Geschäften Kleinigkeiten: Gekochten Reis mit Gewürzen in einem Bananenblatt eingewickelt, auf der Strasse hergestellte Kekse – beides sehr lecker – Chili Sauce, Vanilleschoten usw. Anschließend legen wir uns wieder in unseren „Hochstand“, der zum Glück frei ist und genießen den Tag. Mal sehen, ob das Essen heute besser wird, wir haben ein eingelegtes Huhn vorbestellt….

Das Huhn erweist sich als aussergewöhnlich lecker und toll gewürzt. wir sind begeistert, vor allem nach dem Flop gestern.

Sonntag 1.9.24

Wir bedauern es sehr, hier wieder weg zu fahren. Es geht erst an der Küste lang durch Orte, die nicht schön erscheinen, über Lovina, das im Internet gut beschrieben ist (wir finden es schlimm) und dann wieder in die „Berge“. Kleinste Straßen, recht, links, rauf, runter.. Die Gegend wird immer schöner: Reisfelder, Palmen, bunte Blumen, sehr schön. Unsere neue Unterkunft liegt in der Pampa bei Munduk und ist wirklich sehr schön. Viel einfacher als die Letzte, aber es ist ein schöner Bungalow. Das Essen abends ist … na ja, aber der Blick auf den Sonnenuntergang ist toll. Wir fühlen uns wohl.

 

Samstag 31.8.24

Diese Unterkunft ist ein wahr gewordener Traum. Der Strand ist absolut leer, bis auf die Fischer rechts und links von uns haben wir den ganzen Tag niemand dort gesehen. In einigen Metern vom Strand entfernt fährt ab und zu ein kleines Fischerbötchen vorbei. Und das ist es auch schon. Wir sitzen auf unserer Terrasse – schön im Schatten – keine Mücken stören, ab und zu huscht ein Gecko vorbei. Wir blicken auf den Pool, das Meer und den „Gazebo“. So nennen sie den kleinen Pavillon, in dem wir gestern unseren Cocktail getrunken haben (und heute wieder! 🥂). Das Meer ist lauwarm, genau unser Geschmack und das Wasser sehr klar.

Unser gestriges Abendessen war auch hervorragend: Ein paar gebratene Krabben vorab, dann Thunfisch auf Blumenkohl und zum Nachtisch hausgemachtes Eis auf Reis. Wo die hier in der Einöde so einen tollen Koch gefunden haben, ist mir ein Rätsel. Sie fesseln ihn bestimmt jeden Abend, damit er nicht wegläuft. Wir bedauern es sehr, daß wir nur 2 Nächte gebucht haben.
 
Geld / Einkommen:
Die Währung nennt sich IDR (indonesische Rupie). Der größte Geldschein ist die 100.000 IDR Note, umgerechnet sind dies ca 6 Euro. Das geht dann runter bis 1.000 IDR, das sind dann 6 Cent. Zum Glück kann man fast überall mit Kreditkarte zahlen, sonst bräuchte man eine größere Tasche für die Geldscheine.
Der Mindestlohn in Indonesien ist regional unterschiedlich. Auf Bali liegt er bei ca.160 Euro im Monat. Wir haben es nicht genau erfragt, aber vermutlich ist das der Lohn für die Vielen, die Handlangerdienste leisten:
Koffer tragen, Rasen fegen usw. Ob die Fischer, die hier rechts und links von uns sind, überhaupt so viel bekommen, wage ich zu bezweifeln. Wenn man englisch spricht, garantiert dies einen höheren Lohn.
Offensichtlich fahren hier sehr viele als Angestellte zur See. Wie uns die total nette Bedienung erzählt, sind dies aus dem kleinen Ort hier (ca. 3000 Einwohner) etwa 500. Das glauben wir nicht ganz, aber viele sind es bestimmt.  Von 4 Bedienungen hier sind es 2. Ihr Mann wird nach gut 7 Monaten bald wieder zu Hause sein. Dann wollen sie ein zweites Kind. Na dann viel Spass.
 
Zur Orientierung: Eine Dose Bier (0,3 L) im Supermarkt kostet ca. 2 Euro, im (Touristen-) Restaurant um die 4 Euro. Eine Flasche Wein im Restaurant: Nicht unter 40 Euro, eher 50. Das gönnen wir uns nur selten, aber irgendwann kommt uns das Bier zur Nase raus. Die Restaurantpreise sind sehr unterschiedlich, in einem guten kostet eine Vorspeise ca 7 bis 10 Euro, ein Hauptgericht 10 bis 20 Euro. Man kann ein einfaches Gericht (Reis mit Hühnchen) an der Straße aber auch für ca. 1,50 Euro bekommen. (unser bisheriges Lieblingsrestaurant auf Bali: https://mamasanbali.com/dinner-menu/)
Was Touristen (wir inkl.) in Relation zu den einheimischen Einkommen hier an Geld rausblasen: Da darf man gar nicht drüber nachdenken.
Frühstück
Unsere Freiluft-Dusche

Freitag 30.8.24

Und wieder gibt es nicht allzuviel zu berichten. Gegen 11 Uhr verlassen wir unser Hotel und fahren gut 2 Stunden nach Tejakula. Das liegt ganz im Norden und man muss dafür über die Berge. Der höchste Punkt, den wir erreichen, liegt auf 1.700 Meter. Hoch geht es ja noch, aber runter fahren wir über ganz kleine, sehr steile Strassen mit unzähligen Serpentinen. „Kotzstrecke“ beschreibt es gut. Aber wir bleiben trocken. Hier angekommen gibt es fast nur Palmen und Sand (schwarz ist er hier). Rechts und links von uns sind Fischer mit ihren Booten und Menschen, die Salz gewinnen. Es ist einfach nur herrlich. Englisch spricht niemand, aber alle sind freundlich und freuen sich, wenn man winkt oder grüßt.  Unsere Hotel liegt direkt am Wasser, hat nur 3 Zimmer und ist wieder sehr schön. Gegessen wird hier im Hotel, angeblich sehr gut. Ich werde morgen berichten. Wir bedauern jetzt schon, daß wir nur 2 Nächte gebucht haben. Und was wir uns für morgen vorgenommen haben: NIX!! Herrlich

Donnerstag 29.8.24

Heute gehts wieder mit Gusti auf Tour. 

Wir starten bei den Jatiluwih Reisterrassen im Norden der Insel. Dies sind die größten und schönsten Reisterrassen, das glauben wir ihm sofort. Der Anblick ist überwältigend. Die Arbeit in den Terrassen ist sehr hart, den ganzen Tag gebückt arbeiten, da freut sich der Rücken. Die kleinen „Hütten“ in den Reisfeldern sind für die Rinder, die bei der Einebnung vor der nächsten Aussaht helfen. Sie gehören meistens nicht nur einem, sondern mehreren Bauern. Wir machen einen sehr schönen Spaziergang durch sie und kaufen die obligatorischen Erdnüsse, getrockneten Bananen usw. bei den lokalen Bauern. Wenn man etwas kauft, freuen sie sich und wenn nicht, wünschen sie sehr freundlich einen schönen Tag. Wir bedanken uns mit „terima kasih“ und ihr gern geschehen heißt „sama sama“.
Weiter gehts zu einem Tempel an einem See auf ca 1200 Meter. Schön, aber zu voll, den hätten wir uns sparen können. Dann, immer noch in den Bergen, gehts zu einem schönen Aussichtspunkt mit Blick auf 2 Seen. Affen gibts auch und einer spielt mit einer Sonnenbrille. Die klauen sie gerne. Wieder gibts Erdnüsse für uns und alle sind glücklich.
Der dann folgende Wasserfall war etwas anstrengend, nicht gerade Niagara-mäßig, aber der Weg dorthin war sehr schön, wenn auch hart (400 Stufen). Dann sehen wir noch einen sehr schönen Tempel und das wars für heute.
Wir genießen unseren Bungalow mit Bier und all den Erdnüssen. Keine 10 Pferde bringen uns heute noch von hier weg.
 
Verkehr:
Katastrophal!
Ich fahre ja gerne und überall, rechts oder links ist mir egal. Aber zum Glück haben wir den Berichten geglaubt, dass das hier keine gute Idee ist. Gusti sagt, es gebe kein speed limit. Stimmt zwar nicht, aber da hält sich keiner dran. Meistens kann man zwar nicht schneller als 30 oder so fahren, aber wenn, dann wird gerne Gas gegeben. Kinder beginnen hier mit ca 6 Jahren Moped zu fahren. Das ist zwar nicht erlaubt, aber wie sollen sie sonst zur Schule kommen? Die Polizei ignoriert es. Helmpflicht gibt es auch, aber max. 50% haben einen an. Der Verkehr fließt wie Wasser, wo immer eine Lücke ist, geht es hin. Das klappt aber ganz gut, weil jeder auf jeden Rücksicht nimmt. Gehupt wird permanent, aber nicht um zu meckern, sondern um andere freundlich auf sich aufmerksam zu machen. Ampeln gibt es so gut wie keine. Es gab mal welche, aber sie wurden nach der Installation einfach ignoriert, was zu einem gewaltigen Chaos führte, daher wurden sie von der Bevölkerung einfach zerstört. Besser als sich dran zu kleben 🙂

Mittwoch 28.8.24

Beim Frühstück bekommen wir vom Personal beide einen besonders zubereiteten Teller mit indonesischem Frühstück gebracht. Warum wir diesen Extra-Service bekommen, wissen wir nicht. Der Hotelmanager und sein Restaurantleiter kommen schon seit dem 1. Tag morgens (nur) an unseren Tisch und tauschen Freundlichkeiten und Händeschütteln mit uns aus. Da wird wohl eine Verwechslung vorliegen. Wir verstehen zwar nur die Hälfte, aber es ist nett gemeint. Das Essen (Hühnchen in einer schönen Sauce mit Reis) ist jedenfalls köstlich.

 
Danach machen wir einen einigermaßen faulen Tag. Mit dem Taxi geht es erst in ein schönes Museum in Ubud, lokale Kunst, Skulpturen und Gemälde, gibt es dort zu sehen. Dann stöbern wir noch in ein paar Boutiquen und legen uns anschliessend an unseren Pool. Das wars auch schon. Daher gibt es heute auch nur wenige Fotos.
Morgen holt uns unser Gusti wieder ab, wir werden eine Tagestour u.a. zu den Jatiliwih Reisterrassen machen.
 
Indonesiens Gesundheitssystem:
Ein Meilenstein des indonesischen Gesundheitswesens war die Einführung einer allgemeinen Krankenversicherung im Jahr 2014. Sie definierte erstmals auch für ärmere Bevölkerungsschichten einen konkreten Leistungsanspruch und steigerte so die Nachfrage nach Medizintechnik und Medikamenten. Derzeit sind etwa 230 Millionen der fast 280 Millionen Indonesier krankenversichert. Bald soll die Abdeckung bei 100 Prozent liegen. 
Trotz der Fortschritte beim Krankenhausbau ist das indonesische Gesundheitssystem unterversorgt. Auf 100.000 Menschen kommen nur 140 Krankenhausbetten (Vergleich Deutschland: 800), auf 1.000 Einwohner nur 0,7 Ärzte (Deutschland: 4,5). Die indonesischen Ärzte und Pflegekräfte haben zumeist nur eine lokale Ausbildung und sind für technisch anspruchsvollere Medizintechnik nicht geschult…. da heißt es für uns: Hoffentlich bleiben wir gesund.
Was für eine tolle Farbe: Dragonfruit

Dienstag 27.8.24

Zum Frühstück gibt es nicht nur Egg Florentine, sondern auch Egg Polonaise ist im Angebot. Keine Ahnung was dies ist, aber wenn mein Freund Ralph hier wäre, würden wir es essen, wir sind beide seit vielen Jahren Polonaise -Spezialisten.

Heute machen wir eine Tagestour mit unserem Guide Gusti (dem Fahrer von vorgestern) und unserem neuen Fahrer, der praktischerweise auch Gusti heisst.
2 tolle Tempel, ein sehr schön gelegener Wasserfall, Reisterrassen, ein Krater mit See und eine Kaffee-/ Teeplantage stehen auf dem Programm. Alles sehr schön, aber anschließend sind wir groggy.
 
Zurück in unserem Hotel genießen wir nach dem anstrengenden Tag die Ruhe. Das Hotel ist echt klasse, hat aber auch Schwächen („… das Bild hängt schief…“) 🤣… siehe erstes Foto.
 
Und wieder etwas über das Land:
Wenn jemand stirbt, wird er oder sie (oder was auch immer 🤣) 7 Tage zu Hause aufbewahrt. Entweder auf Eis oder der Leichnam wird chemisch behandelt. Anschließend wird der Leichnam zur Verbrennung gebracht, allerdings ist dies eine sehr teure Zeremonie, die ca. 3.000 Euro kostet. Kann man dies nicht zahlen, wird der Leichnam begraben und man beginnt, den Betrag zu sparen. Wenn das Geld dann verfügbar ist, werden die Knochen wieder ausgegraben und verbrannt. Die Asche wird im Meer verstreut.
Balinesisches Frühstück
Balinesisches Frühstück
Egg Florentine, alles andere als Balinesisch
Silvia mit Gusti, sehr netter Kerl

Montag 26.8.24:

Wir starten den Tag mit einem indonesischen Frühstück (Reis, Nudeln usw), einziger Ausrutscher ist für beide Egg Florentine. Das können wir uns nicht entgehen lassen. Dann bestellen wir mit der „GrabApp“, das ist so etwas wie Uber in Asien, ein Taxi und fahren nach Ubud. Ubud ist ein ehemaliges Künstlerdorf, jetzt ist es mehr eine Künstlerstadt. Es gibt die üblichen Souveniers aber auch sehr schöne Geschäfte mit Kunsthandwerk usw. Die Hauptstraße ist lebensgefährlich. Hier muß man echt aufpassen, sonst wars das….

Aber das tolle ist, geht man von dieser überfüllten, lauten, stinkenden Hauptstraße nur durch eine Tür oder einen Torbogen, ist man nach 2 oder 3 Metern in einer anderen Welt: Idylle, Ruhe, Grün, Tempel etc. Und das nicht nur ab und zu sondern fast überall. Mittags essen wir in einem kleinen, zu Recht sehr gut bewerteten Restaurant. Als Vorspeisen Dim Sum mit Lobster und frittierte Dumplings in Currysauce. Und als Hauptgericht einen Papayasalat und Chicken Korma. Danach sind wir platt und fahren wieder in die Ruhe unseres Hotels.
 
Und wieder etwas Info zu Indonesien, die Infos kommen von unserem Fahrer gestern, ich habe es im Internet nachgelesen und bestätigt:
Familien versuchen immer, zumindest einen Sohn zu bekommen. Die Söhne bleiben, wenn sie heiraten, im Haus der Eltern und versorgen diese. Töchter hingegen gehen, wenn sie heiraten, ins Elternhaus des Ehemannes.
Klappt es nicht mit dem Sohn, kann der Mann – vorausgesetzt die Ehefrau stimmt zu – eine 2. Frau heiraten, ggf. auch noch weitere, und es mit ihr versuchen. Darüber hinaus muß der Mann nachweisen können, dass er alle seine Frauen und deren Kinder finanziell ausreichend versorgen kann. Hat der Mann genug Geld, wohnt die 2. Frau in einem anderen Haus, hat er nicht genug Geld, zieht sie zusammen mit dem Mann und seiner ersten Frau, bekommt aber ein eigenes Zimmer.
Im muslimischen Teil der Bevölkerung ist Polygamie häufiger üblich als im restlichen Teil. 
Eine irre Skulptur am Eingang unseres Hotels, das begeistert mich natürlich
Sonnenuntergang im Hotel

Sonntag 25.8.24

Da habe ich gestern nicht aufgepasst und mir einen kleinen Sonnenbrand geholt. Wahrscheinlich der erste, seit wir 1965 mit der Familie an der Adria waren. Damals war Tiroler Nussöl noch in, roch klasse, hatte aber keinen Sonnenschutzfaktor 🙂

 
Heute morgen regnet es. Gegen Mittag kommt unser Taxi und fährt uns nach Ubud, unserer nächsten Station. Hier bleiben wir jetzt 5 Nächte. Für die 32 km brauchen wir gut 1 1/2 Stunden, wieder Verkehr ohne Ende und die ganzen Mopeds um einen herum nerven.
Dann kommen wir in unserem Hotel ca. 6 km ausserhalb von Ubud an: Ein absoluter Traum. Tolle Stein-Skulpturen überall, Relieffs an den Wänden, sehr beindruckend. An einem Hang gelegen bietet es einen irren Blick ins Tal und auf den weit unten fliessenden Fluß, auf dem Rafting Touren stattfinden.
Das Hotel hatten unsere Nachbarn empfohlen, die schon ein paar Mal hier waren. Vielen Dank!!!! Unser Bungalow liegt ganz oben am Hang und bietet einen schönen Blick in den Dschungel. Der eigene Pool ist nicht groß, aber ist auch toll. Alles ist wild überwuchert. Das Hotel zieht sich den ganzen Hang hinunter, zum Glück gibt es einen Aufzug 😀.
Heute Abend bleiben wir hier, jeden Abend essen gehen möchten wir nicht, und ernähren uns richtig gesund: Erdnüsse, Chips, Bier und den obligatorischen Sundowner Gin Tonic.
Mangels Alternative gibts heute nur Bilder aus dem Hotel, die sind aber sehr schön.
 
Und hier ein paar Fakten zu Indonesien:
Das Land besteht aus 17.508 Inseln und ist damit der größte Archipelstaat der Erde mit ca. 100 noch aktiven Vulkanen. Die Landfläche ist 5 mal größer als Deutschland. Ca 87% der Bevölkerung sind Muslime, 10% Christen und knapp 2% Hinduisten. Auf Bali ist das Verhältnis umgekehrt, wie bereits berichtet. Indonesien ist eine Demokratie mit 9 Parteien im Parlament, die Wahlbeteiligung bei der letzten landesweiten Wahl lag bei 81%.
 
Als wir das letzte mal auf Bali waren, lebten in Indonesien noch 167 Mio Einwohnen. In 2023 waren es bereits 283 Mio.

 

Samstag 24.8.24:

Wir haben sehr gut geschlafen, die Sonne scheint und schon sieht alles sehr freundlich und schön aus.

Unser Bungalow ist schön und der Pool sogar erfrischend. Das Frühstück wird bei uns in der Aussenküche des Bungalows zubereitet, leider nur „American breakfast“ (Toast, Ei usw). Für morgen haben wir indonesisches Frühstück bestellt. Wir laufen die wenigen Meter zum Strand: Ein schöner breiter Strand, tolle Brandung, aber es wird gerade eine neue Promenade gebaut, das wirkt etwas unaufgeräumt. Und wie das so in diesen Teilen der Welt ist: Viel Plastikabfall überall. Im Oberoi Hotel gönnen wir uns einen Drink, sehr schön!
Zum Sundowner gehen wir wieder an den Strand, ein feeling wie im Cafe del Mar auf Ibiza, sehr schön. 
Und für den Abend haben wir einen Tisch bei „Mama san“ bestellt. Es hält, was die Kritiken versprechen: Tolles Essen mit top Gewürzen. Wir gehen sehr zufrieden ins Bett.
 
Und dann noch kurz zu Bali:
Der Name „Insel der Götter“ ist eine treffende Beschreibung für Bali, da er die enge Verbindung der Balinesen zu ihrer Religion, ihre tiefe Verehrung der Götter und ihre Vorstellung von einer kosmischen Ordnung widerspiegelt. Die Insel ist ein Ort, an dem das Göttliche im Alltag präsent ist und wo die Menschen in Harmonie mit der Natur und ihren Ahnen leben. Man sieht dies überall: Kleine Opfergaben auf zahllosen Altären.

Freitag 23.8.24:

Es gibt nicht allzuviel zu berichten. Mittags fahren wir zum Flughafen. ich glaube nicht, dass es so etwas auf der Welt nochmal gibt, die Bilder sprechen für sich. Nach 2 1/2 Stunden Flug stehen wir dann 90 Minuten in diversen Schlangen: „Visa on Arrival“ und dann, da der Scanner meinen Pass nicht mochte, nochmal in der manuellen Passkontrolle. Und dann für 12 km nochmal 1 1/2 Stunden Fahrt durch die Hölle.  Von wegen „Insel der Götter“, die müssen sich verfahren haben. Unsere erste Reaktion war: Nächstes Jahr fahren wir 3 Wochen in den Reiler Hof an die Mosel…

Wir fahren durch Gegenden, da ist der Ballermann ein Scheiss gegen. Unser Hotel sieht auf den ersten Blick sehr schön aus. Mal sehen, wie unser kleiner Pool morgen im Licht aussieht…

Donnerstag 22.8.24

Morgens steht „Gardens in the Bay“ auf dem Programm.

Die Planung für dieses Mammutprojekt begann in den frühen 2000er Jahren.
Das Ziel war, eine grüne Lunge in der Stadt zu schaffen und Singapur als „Stadt im Garten“ zu positionieren. Die Gärten wurden in mehreren Phasen realisiert und öffneten 2012 ihre Tore für die Öffentlichkeit. Die ikonischen Supertrees, die Flower Dome und der Cloud Forest (bis zu 35 m hohe Gewächshäuser) sind nur einige der vielen Attraktionen, die diese einzigartigen Gärten zu bieten haben.
Die Bilder täuschen nicht, es ist absolut einzigartig. Zum Glück war es relativ leer.
 
Dann essen wir in der Marine Bay ein paar Dim Sums mit Krebs- und Schweinefleisch (kleine gedämpfte Teigtaschen aus der chinesischen Küche) und anschließend machen wir wieder Kontrastprogramm und fahren nach Little India. Lang halten wir es aber nicht aus, ein overload an Eindrücken.
Nach einer kurzen Pause im Hotel gehts dann wieder los, in eine andere Rooftop-Bar. Wieder ein toller Blick, aber nicht so gut wie gestern. Wir genießen es. Anschliessend haben wir Hunger und gehen im arabischen Viertel essen.
 
Das war es jetzt (fast) mit Singapur, morgen Nachmittag fliegen wir nach Bali.

Mittwoch 21.8.24

Wir haben den Tag in einem ca 30 Minuten (mit dem Bus) ausserhalb liegenden Stadtteil begonnen: Kleine Häuser, nette kleine Geschäfte, insgesamt sehr schön. Und Nachmittags sind wir dann in die Marina Sands Region gefahren: Dort hat man eine tolle Sicht auf die Stadt und dort liegt das berühmte Marina Sands Hotel: Auf 3 „Säulen“ liegt das sog. Bügeleisen. In der 56. Etage befindet sich die Ce La Vie Rooftop Bar. Einfach nur atemberaubend, das Hotel (wir wohnen nicht dort), der Blick, die Bar und die Preise. Ein Bier (0,5 L) für 25 SGD inkl. tax ist schon ganz ordentlich. Eine Portion Fritten (nicht besonders groß) gibt es schon für 18 SGD plus Tax.. = 22 SGD. Aber das muß man einfach ignorieren und die Sicht genießen. Auf einem Bild sieht man die Tische für 6 bis max 8 Personen. Die muß man buchen und hat 1.000 SGD Mindestverzehr.
Als Kontrastprogrann, wir waren hungrig, haben wir dann am späten Abend an einem Streetfood Stand Sate-Spieße gegessen, wunderbar.
 
Und jetzt noch etwas zu Singapur und dem ÖPNV:
Wenn man durch die Straßen läuft, glaubt man nicht, dass hier knapp 6 Mio Menschen leben. Der wenige Verkehr läuft geradezu ruhig dahin, Staus haben wir noch nicht gesehen.
Im Gegensatz zu unserer Heimat(-stadt) macht man hier den 1. Schritt vor dem 2. und hat erst in den ÖPNV investiert und nicht den Autofahrern das Leben schwer gemacht.
 
„Singapur hat in den letzten Jahrzehnten eine bemerkenswerte Transformation in seinem Verkehrssystem erlebt. War der private PKW einst das bevorzugte Transportmittel, so hat sich die Stadtstaat zu einem Vorreiter im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs entwickelt. … Singapur ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Stadt durch gezielte Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr die Herausforderungen des wachsenden Verkehrs bewältigen und gleichzeitig die Lebensqualität ihrer Bürger verbessern kann. Das Erfolgsmodell Singapurs dient als Vorbild für viele andere Städte“ … außer Köln 🤣 … „weltweit, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.“ (Quelle: Gemini)
 
Das U-Bahn-System läuft perfekt und es gibt Busse ohne Ende. Preiswert ist es auch, wir sind jetzt den 3. Tag mit Bussen und Bahn unterwegs und haben gerade mal je 7 Euro von unserer Karte verbraucht. So kostet ein Ticket für eine ca 10 km lange Strecke SGD 1,71 und ein Ticket für 40 km SGD 2,37.
Auf einem der Fotos sieht man eine U-Bahn Station. Ich schätze, sie ist mindestens 200 Meter lang (Der Zug geht über die ganze Länge).
 
Und jetzt gute Nacht!

Dienstag 20.8.24

Nach 10 Stunden Tiefschlaf sind wir wieder fit. Ich glaube, die Zeitdifferenz haben wir jetzt im Griff.

Wir besuchen am Vormittag den wunderschönen Botanischen Garten. Abkühlung von der Sonne und Luftfeuchtigkeit bringt das Orchideen-Haus mit Himalaya-Klima. Anschließend fahren wir mit dem Bus in ein japanisches Kaufhaus. Die haben stellenweise Preise, das glaubt ihr nicht. Ein paar Beispiele: 16 Erdbeeren 18.50 SGD = 13 €. Oder ein Paket mit 2 großen Äpfeln, 1 Traube und 2 Pfirsichen 248 SGD = 175 €. Es gibt aber auch günstigere Lebensmittel. Mittags essen wir auf die Schnelle ein paar Dim Sums, köstlich. 
Am späten Nachmittag wollen wir eigentlich in eine rooftop Bar an der Marina Bay, aber es regnet und stürmt, das verschieben wir.
 
Nach etwas Pause im Hotel ziehen wir wieder los. Mittlerweile ist es dunkel und mit den ganzen Lichtern kommen viele Gebäude sehr schön zur Geltung.
Toller Tag!

Montag 19.8.24:

Nach 12 1/2 Stunden Flug sind wir am frühen Morgen gelandet.

Singapur ist sofort sehr beeindruckend: Überall Hochhäuser, aber – z.B. in Chinatown – auch viele 2-stöckige alte Bauten. Und schwül-heiss ist es, wenig überraschend. Entgegen der Erwartung ist aber sehr viel Sonnenschein.
Die architektonisch bombastischen Gegenden und Gärten haben wir noch nicht gesehen, das kommt in den nächsten Tagen.
 
Wir lassen es heute langsam angehen, daher heute nur ein paar basics zu Singapur.
 
Hier leben knapp 6 Mio Menschen auf engstem Raum sehr friedlich zusammen. Die meisten sind Chinesen, Malaien und Inder – daher gibt auch 4 Amtssprachen (inkl Englisch) – , alle haben ihre unterschiedlichen Religionen mitgebracht, was aber wohl zu keinerlei Problemen führt. Es ist eines der reichsten Länder der Welt, 91% haben Wohnungseigentum (zum Vergleich, Deutschland ca. 50%). Straßen, ÖPNV, Krankenversorgung etc.: Alles Top.
Die Kriminalität ist extrem niedrig. Ob das an den teilweise drakonischen Strafen liegt, weiss ich nicht.
Ein paar Beispiele:
– Vandalismus und Graffity können Haftstrafen sowie auch Prügel mit dem Rohrstock zur Folge haben
– Lügen wird bei Nachweisbarkeit mit hohen Strafen ähnlich wie Betrug geahndet (2000 bis 10.000 Singapur-Dollar) (1 SGD = 0,7 €).
 
Am Nachmittag sind wir dann doch nochmal losgezogen, durch Chinatown, und waren dann in einem der zahlreichen Hawker Center essen. Hawker Center bestehen aus verschiedenen Garküchen, die meisten haben eine Spezialität. Manche sind im Michelin empfohlen. Das Essen holt man sich an einem Stand und setzt sich dann irgendwo in. Wir hatten eine Portion Wan Tans (Pork) mit Chili Knoblauchsauce und Hainanese Chicken Rice. Der Inhaber des Chicken Standes war früher Chefkoch in einem Sterne-Restaurant. Köstlich. Hier in Singapur sind diese Garküchen angeblich unproblematisch (Durchfall). Warten wir mal ab, was heute nach passiert, aber bisher grummelt noch nichts.
 
Zum Abschluß haben wir dann die Social Hour unseres Hotels getestet (Drinks umsonst). Aber jetzt sind wir kaputt.
 
So, das soll für heute reichen….
 
P.S.: Das Haus mit der bewachsenen Fassade ist unser Hotel, sehr schön. Allerdings auch sehr kalt. Unser Zimmer war auf 17 Grad gefrostet, als wir ankamen…. Wir haben es aber auftauen können.